REUSS Historie

Tilman Reuss

Tilman Reuss, Herausgeber, Koordinator und Redaktionsleiter der REUSS-Medien.

Am Anfang war es eine Jahreschronik in Buchform, mit viel Idealismus von Karl-Ferdinand Reuss erstmals 1951 auf den Markt gebracht. Schnell entwickelte es sich zum beherrschenden Informationswerk über die deutsche Luftfahrt, später auch Raumfahrt. Bereits in den 1960er Jahren verantwortete Tilman Reuss die Redaktion und veränderte permanent die Strukturen der Publikation, um die Marktfähigkeit zu sichern. Parallel zum Printmedium Jahrbuch leitete er 1996 das elektronische Zeitalter ein, zunächst mit einer CD-ROM, seit 2001 in Gestalt der website „reuss.de“mit einem grundlegenden Relaunch in 2008. Reuss-Jahrbuch und Reuss-Portal der Luft- und Raumfahrt repräsentieren die heutigen REUSS-Medien, die umfassendste Information zu allen Bereichen der Luft- und Raumfahrt in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

 


Die ausführliche Erfolgsgeschichte können Sie hier lesen:

Die Erfolgsgeschichte der REUSS Luft- und Raumfahrtmedien.

Karl-Ferdinand Reuss

Karl-Ferdinand Reuss auf dem Flugplatz Neumünster (1937)

Das „Jahrbuch der Luftfahrt“ entstand 1951, damals ein außerordentliches Wagnis von Karl-Ferdinand Reuss, dem Gründer der REUSS-Jahrbuch Reihe. Kurz nach dem Krieg gab es kaum Luftfahrt und noch weniger Geld. Aber Karl-Ferdinand Reuss, ehemaliger Verkehrspilot und Luftrechtler, war von seinem Vorhaben überzeugt. Seine Leidenschaft für die Luftfahrt gab ihm den Mut, ein Projekt zu realisieren: Das erste Jahrbuch erschien Anfang der fünfziger Jahre. Es war ein steiniger Weg, doch seine Vision überzeugte, sodass die Buchreihe mit der deutschen Luftfahrt wuchs.

Erst 1955, also mit zehn Jahren Verspätung nach dem Krieg, durfte in Deutschland wieder im heutigen Sinne geflogen werden. Die Lufthansa gründete sich neu, Industrie und Verwaltung bauten in rascher Folge Luftfahrtkompetenz auf. Stoff genug, um auch in der Chronik diese atemberaubende Entwicklung darzustellen.

Karl-Ferdinand Reuss

Karl-Ferdinand Reuss vor der U12 Udet Flamingo

Aber Redaktion kostet Geld. Das Objekt „REUSS“ musste sich wirtschaftlich tragen. Angesichts des verspäteten Aufbaus der deutschen Luftfahrt gab es noch nicht den breiten Nutzer- und Inserentenkreis, der in den anderen Ländern ohne Unterbrechung existierte.

Das Jahrbuch entwickelte sich deshalb neben seinem Chronikcharakter ganz bewusst immer mehr zu einem Handwerkszeug für alle, die in der Luft- und Raumfahrt tätig waren. Das Standardwerk orientierte sich immer mehr an seinen Nutzern. Der interessierte Nutzer brauchte Informationen und Daten, wie Zuständigkeiten, Telefonnummern, Produktionsprogramme oder betriebliche Kennzahlen aus seiner Branche für das Tagesgeschäft. Das bot der „REUSS“, wie er schon damals genannt wurde.

Heinz Rühmann und Tilman Reuss

Tilman Reuss im Gespräch mit Heinz Rühmann 1980 anlässlich der Verleihung der goldenen Verdienstmedaille der Bayerischen Luftrettungsstaffel an den flugbegeisterten Schauspieler.

Von Anfang an erkannte die – damals noch kleine – deutsche Luftfahrt- industrie den Nutzen der Werbung im REUSS. Bereits im „Jahrbuch der Luftfahrt 1954“ schalteten über 70 Unternehmen gestaltete Anzeigen. Dazu kam ein Produktverzeichnis („Branchenverzeichnis“), das im REUSS-Jahrbuch 1956 schon beachtliche 25 Seiten mit über 300 Produkt-Stichworten umfasste und endgültig die führende Wirtschafts- kompetenz der REUSS-Reihe bestätigte. Alle Bereiche der Luftfahrt waren hier vertreten, Produktions- und Handelsbetriebe, Dienstleister, Airlines etc. Bis heute ist es die gültige und umfassendste Produktübersicht für die Luft- und Raumfahrt im deutschspra- chigen Bereich. Seit 1963 trägt die REUSS-Reihe die Raumfahrt im Titel und bereitet seither auch diesen Bereich für den REUSS-Nutzer auf.

Karl-Ferdinand Reuss erhält eine Auszeichnung

Karl-Ferdinand Reuss erhält eine Auszeichnung im Rahmen des FAI-Kongress in Wien 1956.

Der heutige Herausgeber und Koordinator der REUSS-Medien, Tilman Reuss, war von Anfang an in die Redaktionsarbeit eingebunden. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er 1973 die Verantwortung für die Gestaltung, Neuausrichtung der Inhalte und Konzeptionen und schließlich die Ergänzung durch neue Medien.

Mitte der 1990er Jahre wurde klar: Das Printmedium Jahrbuch sollte auch zeitgemäß elektronisch begleitet werden. Eine „REUSS Multimedia-CD“ erschien fortan bis 2001 parallel zu jedem REUSS-Jahrgang. Anfang 2000 stellte sich die Frage, ob man sich den weiterentwickelten technischen Möglichkeiten anpassen sollte. Das Internet veränderte die Informationsbranche – starre Inhalte aus Buch und CD wurden durch das Betreiben der REUSS Webseite tagesaktuell.

Die bereits seit den neunziger Jahren bestehende Website www.reuss.de bekam einen vollkommen neuen Auftritt. Der monatliche Newsletter eroberte sich einen großen Kreis registrierter Benutzer. Von nun an konnten die REUSS-Kunden auch eigenständig Einträge selbst aktualisieren. Ein zusätzlicher Service, um tagesaktuelle Daten liefern zu können.

2008 und 2009 bedeuten Meilensteine in der Weiterentwicklung des REUSS-Medienpaketes: Die Website ist zum Portal der deutschen Luft- und Raumfahrt gewachsen.

Und jedes einzelne Medium spielt bis heute seine Stärken aus: Chronik, Daten und Fakten bleiben im Buch, das eine Jahreszahl trägt und einen abgeschlossenen Zeitraum gültig festhält. Hier existiert das einzige und einzigartige historische Archiv, das „Gedächtnis der deutschen Luft- und Raumfahrt“.

Dazu kommt das PORTAL – mit Erscheinen des Jahrbuchs 2008 völlig neu gestaltet: Zwar sind auch hier alle Buchinhalte zu finden, aber die Natur der veränderlichen Website bringt den Charakter der Momentfotografie mit sich. Ihre Inhalte sollen so aktuell wie möglich sein. Das Portal informiert den interessierten Nutzer über Daten, Fakten und Berichte exklusiv.

50 Jahre REUSS

50 Jahre Luft- und Raumfahrt in Deutschland. 
50 Jahre REUSS – eine Dokumentation von Arno L. Schmitz.

Download: 50 Jahre REUSS [PDF]