Pilatus PC-9

Der PC-9 hat einen deutlich stärkeren Motor als sein Vorgänger der PC-7 © Pilatus

Pilatus PC-9

Einmotoriges Turboprop-Trainingsflugzeug

Programmstatus

1982 startete Pilatus Aircraft mit der Entwicklung des PC-9. Optisch ist er mit dem PC-7 zu vergleichen. Allerdings wurden nur zehn Prozent der Bauteile von dem älteren Modell tatsächlich übernommen.
Der PC-9 hat mit 950 PS ein wesentlich stärkeres Triebwerk als der PC-7 mit 700 PS. Außerdem verfügt der PC-9 über ein modernes Cockpit und eine Luftbremse zwischen den Fahrwerken.
Vom PC-9 wurden weit über 250 Exemplare gebaut, die in über einem Dutzend Ländern im Einsatz stehen. In Australien wurde der PC-9/A in Lizenz gebaut. Die Bundeswehr setzt den PC-9B als Zielschleppflugzeug ein.
Die in Zusammenarbeit mit Hawker Beechcraft entwickelte modernisierte und wesentlich überarbeitete Version PC-9 MkII gewann in den neunziger Jahren unter der Bezeichnung T-6 Texan II eine Ausschreibung der US-Streitkräfte und wurde in über 700 Exemplaren bei der US Air Force und US Navy eingesetzt.
Der PC-9 eignet sich sowohl für die Grundausbildung als auch für das Fortgeschrittenentraining. Die neueste Version, der PC-9 M verfügt über ein Glascockpit für die aktuellen Anforderungen der Ausbildung von Kampfpiloten und ein neues Flügelprofil. Das Flugzeug kann mit einem Headup-Display und einem Videoaufnahmegerät ausgestattet werden. Zur Rettung der Besatzung sind im Cockpit zwei moderne Schleudersitze Martin-Baker Mk.CH11A eingebaut.

Erstflug: 7. Mai 1984

Technische Daten

Triebwerk: 1 x Pratt & Whitney Canada PT6A-62 mit 950 PS
Spannweite: 10,19 m
Länge: 10,18 m
Höhe: 3,26 m
Leergewicht: 1.781 kg
Fluggewicht (max.): 3.250 kg
Reisegeschwindigkeit: 552 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 593 km/h
Reichweite (max.): 1.593 km